Jesus kennen lernen

Aus der Nähe gefallen

Viele Menschen fragen sich, wie es zu so viel Leid und Unrecht auf der Welt kommen kann. Egoismus, Gleichgültigkeit, bis hin zu Hass auf Andersdenkende – all das begegnet uns täglich in den Nachrichten, aber auch in unserem eigenen Leben. Was ist eigentlich los mit der Menschheit?

Die Bibel hat eine klare Antwort auf diese Fragen (siehe 1.Mose 3, 1-24). Die Menschheit ist „gefallen“ und zwar aus Gottes Nähe gefallen. Das ist die Wurzel allen Übels. Wir haben Gott, seine wunderbare Gegenwart, verloren. Viele halten die Geschichte von Adam und Eva und dem Sündenfall für ein Märchen ohne Bedeutung für uns heute. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es sich um die klarste und beste Erzählung der Geschichte von Gott und den Menschen handelt, die wir haben. Der Schöpfungsbericht und die Geschichte von Adam und Eva, wollen keine wissenschaftliche Erklärung sein. Es handelt sich hier um geistliche Wahrheiten, die besser und treffender so nicht gesagt werden können.

Adam heißt Mensch, Adam steht für uns alle. Seine Fehler sind unsere Fehler: Unser tiefes Misstrauen gegen Gott. Oft habe ich mir gedacht: „Mensch Adam, warum hast du das nur getan“. Dann erinnert mich eine sanfte innere Stimme: „Frank, das bist doch du selbst“ Wir misstrauen Gott. Wir haben Gottes Gegenwart und somit auch das Paradies verloren. Selbst diejenigen Menschen, die den biblischen Bericht als völliges Märchen sehen, tragen doch eine tiefe Sehnsucht nach dem Verlorenen in sich. Wir sind Suchende, wir suchen das Paradies und Gottes Nähe. Wir tun alles Mögliche, und können es doch nicht erreichen. Egal wie viel wir auch besitzen, wie viel Wohlstand und Ansehen wir auch haben mögen, etwas fehlt! Lieber Freund, es ist Gott selbst, der dir so fehlt!

Viele gläubige Menschen würden zunächst etwas verärgert auf die Aussage „die Religion hat keine Antwort auf unser eigentliches Problem“ reagieren. Aber, die „Religion der Menschen“, kann zu einem gefährlichen Ersatz für das Eigentliche werden: Die herzliche Liebe zu Gott.

Die „Religion“ hat keine Antwort

Bei der „Religion der Menschen“ geht es ja schlicht darum: Hier ist unser heiliges Buch mit den heiligen Geboten Gottes. Kenne und befolge sie genau. Dann nimmt Gott dich an, dann mag er dich, dann segnet er dich und dann kommst du in den Himmel…

Als ob das Einhalten religiöser Gebote unser eigentliches Problem, unser Misstrauen, unser „aus seiner Nähe Gefallen sein“, löst. Es ist wie bei einem Ehemann, der fremdgeht und dadurch seine Ehefrau verliert. Wenn er ab jetzt immer den Müll rausbringt, staubsaugt, die Wäsche wäscht und einkaufen geht heißt dass nicht automatisch dass die verlorene Nähe zu seiner Frau zurück wieder hergestellt ist. Häusliche Verpflichtungen einzuhalten, heilt nicht die kaputtgegangene Beziehung. Sie brauchen eine echte Versöhnung! Sie brauchen einen wahrhaften Neuanfang der Liebe!

Jesus

Jesus war kein bisschen „religiös“! Im Gegenteil, die religiöse Elite seiner Zeit hat ihn gehasst, weil er so frei von jeglicher „Religion der Menschen“ lebte. Weil er so voller herzlicher Liebe zu Gott und den Menschen war und ihn das Volk liebte. Weil er eine überzeugende Vollmacht hatte und er in seinen Reden Gottes wahres Herz aufzeigte. Jesus war stets nahbar, er berührte die Menschen. Das hätten die religiösen Führer seiner Zeit nie getan, weil sie dann ja „unrein“ geworden wären. Jesus hat uns mit seinen Worten und Taten das wahre Gesicht Gottes gezeigt!

Jesus geht unserem eigentlichen Problem an die Wurzel. Es ist unsere Gottferne, unsere Verlorenheit, unsere Gleichgültigkeit, unsere Sünde, von der wir uns nicht selbst heilen können. Wir brauchen einen Erlöser! Und das ist Jesus.

In den Zeiten des Alten Testamentes musste das Volk regelmäßig ein besonderes Opfer darbringen, ein Sühneopfer. Einem fehlerlosen Lamm wurde symbolisch die Sünde der Menschen übertragen (daher kommt unser Begriff „Sündenbock“). Johannes der Täufer sagt über Jesus: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“! (Johannes 1,29) Am Kreuz nahm Jesus freiwillig unsere Sünde, Schuld und Strafe auf sich.

So hat Jesus uns schuldbeladene Menschen mit dem heiligen und gerechten Gott versöhnt. Er hat Frieden zwischen Gott und Mensch gestiftet. Durch Jesus dürfen wir Gott unseren Vater, ja sogar unseren Papa nennen. Durch Jesu Tod am Kreuz, sind wir jetzt Gottes Geliebte!

Unser Herz an Gott verschenken

Das Evangelium über Jesus ist die größte Sensation der Geschichte! Es sagt uns, dass wir keine Versöhnung erlangen können, durch unsere eigene Anstrengung gute Menschen zu sein. Nicht durch unsere eigene – letztlich immer unvollkommene – Gerechtigkeit, sondern durch unser Vertrauen auf den stellvertretenden Tod Jesu, sind wir versöhnt mit Gott. Wir gehören zu Gott, nicht durch das was wir schaffen, sondern durch das, was Jesus geschafft hat.

Gott hat uns mit Jesus Christus sein Herz geschenkt, seine bedingungslose Liebe. Jesus hat sich für uns hingegeben, ja, er hat sich an uns hingegeben. Die einzige angemessene Reaktion für alle, die das auch nur ansatzweise begreifen, glauben, ist sich ihrerseits an Gott hinzugeben, ihm unser Herz, unsere Liebe, unser Leben zu schenken! Eine der großen Fragen unseres Lebens ist: „Was will Gott“? Die Antwort ist so einfach wie klar: Er will dich. Er will dein Herz, deine Liebe. Gott will dir ganz nahe sein, er will in deinem Herzen wohnen!

Wie kann ich ganz normaler, einfacher Mensch Gott mein Herz schenken? Muss ich erst ein „Heiliger“ werden? Muss ich dafür theologische Bücher studieren? Was muss ich tun?

Gebet

Die Antwort ist wieder sehr einfach. Sprich ein kindlich einfaches Gebet! Es kommt nicht auf eine salbungsvolle, fromme Sprache an. Rede mit Gott so, wie du bist. Denn er kennt dich und liebt dich, so wie du bist. Du kannst mit einfachen eigenen Worten, oder das folgende Gebet sprechen:

Jesus, danke, dass Du jetzt da bist und mich hörst.

Jesus, danke für Deine große Liebe.

Jesus, bitte vergib mir all meine Schuld.

Jesus, sei Du der Herr meines Lebens.

Jesus, wohne in meinem Herzen und bleibe bei mir, alle Tage meines Lebens. Danke!

Dieses Gebet ist sehr einfach, aber es hat sehr große Kraft. Wenn wir so beten, verändert es unser ganzes Leben. Du wirst spüren, wie Jesus tatsächlich immer bei dir ist. Egal was du in deinem Leben angestellt hast, Gott vergibt dir. Der Friede Gottes wird dir ins Herz gelegt. Du wirst eine Freude erleben, die nicht von äußeren Dingen kommt, sondern von Gottes Gegenwart.

Bitte warte nicht auf einen späteren, vermeintlich besseren Zeitpunkt, um dein Gebet der Hingabe an Gott zu sprechen. „Jetzt“ ist die beste Zeit. Zögere keinen weiteren Augenblick. Wenn wir Gott unser Herz schenken, werden wir unendlich reich. Unser Leben wir unendlich froh. Ja, auch wenn du nicht verschont sein wirst auch tiefe Täler zu erleben, so ist das doch so beruhigend zu wissen, dass Gott dich mit- und durchtragen wird.

Selbst die größte Liebe wird erst dann schön, wenn es zu einer gegenseitigen Hingabe kommt. Schenke Jesus dein Herz, er wartet schon so auf dich.

Dein Frank Weigert

Pastor der Agape-Gemeinschaft in München

und Vorsitzender der Christlichen Medien München

PS. Meist ist es am einfachsten und schönsten in einer Gemeinschaft sein Christsein zu leben. So kann man sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Am Anfang braucht man auch viel Nahrung, um zu wachsen.

Wenn du Hilfe brauchst um weiter zu gehen, wenn du ein persönliches Gespräch wünschst, dann wende dich an eine Gemeinde in deiner Nähe. Wir von den Christlichen Medien München können auch gerne einen Kontakt herstellen. Schreibe einfach dein Anliegen in das Kontaktformular.

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